Konfirmandenunterricht in Witzenhausen

Begegnungsmöglichkeiten schaffen - Beziehungen knüpfen: unter diesem Motto steht der Konfirmandenunterricht in Witzenhausen. Da werden nicht nur die Grundlagen des christlichen Glaubens vermittelt und vertieft, sondern wir bemühen uns, die Konfirmandinnen und Konfirmanden in möglichst vielfältiger Weise ins Leben der Gemeinde einzubeziehen.

An den Praktikumstagen besuchen wir kirchliche Einrichtungen in unserer Stadt: Gemeindepflegestation, Gemeindebetreuungsdienst, Eine-Welt-Laden, Oekumenisches Kinderhaus, Haus Salem, die Beratungsstellen des Diakonischen Weks oder der Margaretenladen sind Ziele, die wir gemeinsam ansteuern. Dort begegnen wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich aus ihrem christlichen Grundverständnis heraus auf dem Gebiet unserer Gemeinde in besonderer Weise engagieren.

Beim Konfi-Cup, einem Fußballturnier, das mittlerweile deutschlandweit ausgetragen wird, begegnen wir den andern Konfirmandengruppen im Kirchenkreis Witzenhausen. Die siegreiche Mannschaft fährt zum Landesentscheid nach Melsungen. Den Sieger dort schicken wir zur Endrunde nach Berlin.

Zwei Konfirmandenfreizeiten,  jeweils mit zwei Übernachtungen, lassen die Gruppen enger zusammenwachsen. Da kommen auch kreative und musische Talente zum Zuge, die im Rahmen der "normalen" Unterrichtsstunden nicht entdeckt worden wären.

Die Projekttage im Herbst dienen der Vertiefung eines Themas. Jeweils an einem Samstag besuchen wir z.B. den Witzenhäuser Friedhof und stellen uns vor Ort den Fragen um Sterben, Tod und christlicher Hoffnung über den Tod hinaus.  Oder wir fragen nach der Verantwortung des Menschen für die Schöpfung Gottes in unserer Zeit. Oder wir versuchen zu verstehen, was Halloween und Reformationstag miteinander zu tun haben, und was sie unterscheidet, oder ..., oder ..., oder ...

Besondere Begeisterung macht sich unter den Mädchen und Jungen im Konfirmandenalter breit, wenn im Januar die Zeit der "Teeabende" ansteht. Erwachsene aus der Gemeinde laden binnen 4 Wochen viermal eine Gruppe von 3-4 Konfirmanden zu sich nach Hause ein. Die Treffen kommen oft über das gegenseitige Kennenlernen weit hinaus. Man tauscht sich aus über ganz persönliche Dinge: Hoffnungen, Träume, aber auch Belastendes und alltägliche Ängste können da schon mal eine Rolle spielen. Die bei den Teeabenden geknüpften Beziehungen halten oft noch eine ganze Weile an.

Gegen Ende des Konfirmandenjahres steht noch eine besondere Begegnung an: Wir fahren in die "Lichtenau", eine diakonische Komplexeinrichtung im Kirchenkreis Witzenhausen mit ca. 1000 Mitarbeitern. Da begegnen die Konfirmandinnen und Konfirmanden z.B. Menschen, die in der sozialen Rehabilitation leben, weil sie zur Zeit oder auf Dauer wegen einer Körperbehinderung nicht umfassend für sich selber sorgen können. Wir erfahren, wie Krankenhausbetrieb und Nachsorge miteinander vernetzt sind und zum Schluss üben wir uns ganz praktisch eine Stunde lang mit viel Spass und unter Anleitung selbst als "Rolli-Fahrer".

Das Konfirmandenjahr geht entweder mit einer Prüfungsstunde in den Gruppen oder mit einem von den Konfirmandengruppen vorbereiteten und durchgeführten Gottesdienst in der Michaelskapelle zu Ende, zu dem dann die Eltern und die Mitglieder des Kirchenvorstands eingeladen sind.

Am ersten Sonntag nach dem Ende der Osterferien feiern wir in Witzenhausen in der Regel das Fest der Konfirmation.