Unsere Orgel muss dringend saniert werden.

  

  

 

Schon im Frühjahr 2022 haben wir im Gemeindebrief berichtet, dass unsere Orgel in der Liebfrauenkirche saniert werden muss. Wer im Gottesdienst oder bei Konzerten genau hinhört, hatte vielleicht schon den Eindruck, dass der eine oder andere Ton eigentlich anders klingen sollte.

Inzwischen hat sich ein Orgelausschuss gebildet, der die Sanierung planen wird. Der Verein zur Förderung der Ev. Kirchenmusik in Witzenhausen e.V. hat über den Sommer bereits vier Benefizkonzerte präsentiert, denn die Sanierung wird teuer. Nach und nach haben fünf Orgelbauer die Orgel inspiziert und erfahren, was wir schon ahnten: die „einfache“ große Wartung wird nicht reichen, um unsere Orgel am Leben zu halten. Unsere Orgel braucht mehr als nur die turnusgemäße Reinigung, bei der alle Pfeifen ausgebaut, die Mechanik und Windversorgung von angesammeltem Dreck und Schimmel gereinigt werden.

Dass sich die Wartung so schwierig gestaltet liegt auch daran, dass der Platz für die vielen Pfeifen beim Umbau eingeschränkt wurde. Mit dem Umzug der Orgel 1963 von der Orgelempore am Turm auf die Empore in der Nordwestecke musste Platz gespart werden. Die Seitenteile der Orgel und damit das Prinzipal wurden weggelassen, man setzte damals andere Prioritäten. Auch beim Umzug der Orgel in das Seitenschiff 1977 wurden platzsparende Umbauten vorgenommen. Die aus klanglichen Gesichtspunkten übliche Aufteilung der Pfeifen im Orgelgehäuse, dem Prospekt, wurde verändert. Alle Pfeifen wurden eng nebeneinander platziert, damit der Raum optimal genutzt werden konnte, aber jede Wartung oder Stimmung gestaltet sich damit schwierig.

So wurde vor 50 Jahren zwar ein Raumwunder geschaffen, klanglich indes lässt das Resultat einige Wünsche offen, die bei einer grundlegenden Orgelsanierung angegangen werden sollten: Das Umsortieren von Pfeifen und Schwellwerk, das Ergänzen des fehlenden Prinzipals 16‘ und eine Windanlage, die der Größe der Orgel auch angemessen ist. Diese geplanten Veränderungen schaffen die Voraussetzung, die Orgel in ihrer historisch verbürgten und gewünschten Stimmung zu intonieren. Das Prinzipal 16‘ bildet dabei als Bass das Klangfundament.

Wir lieben unsere Orgel und möchten sie so sanieren, dass sie in ihrer äußeren Form einmalig bleibt, aber mit zeitgemäßer Technik und einem vollen Klang für die Zukunft fit gemacht wird. Dazu gehören vor allem die anfällige Elektrik und das tiefe Bass-Pedal-Register (Prinzipal).

Der Orgelausschuss wird Sie an dieser Stelle immer wieder auf dem Laufenden halten und Ihnen unsere Orgel – früher, heute und morgen – näher vorstellen, damit Sie informiert sind und die Spendensammlung weitergehen kann. Es werden Förderanträge gestellt, aber natürlich braucht es auch Eigenmittel aus der Gemeinde. Wir freuen uns schon auf die Konzerte im Winter und im nächsten Jahr, deren Überschüsse immer in das Orgelprojekt gehen werden.

Spenden für die Orgel sind jederzeit an den „Förderverein Kirchenmusik“, VR-Bank Werra-Meißner e.G.,

 

IBAN: DE32 5226 0385 0008 8399 80, BIC: GENO DEF1 ESW

 

möglich.

Wir freuen uns über Menschen, die Ideen und Zeit in den Förderverein einbringen möchten. Kontakt über Katharina Mittelstraß, Tel. 05542 500950.