Hoffnungsbotschaften

in dieser schwierigen Zeit.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

die Aktion „Hoffnungsbotschaften“ geht dem Ende entgegen.

 

Ganz herzlich möchten wir Ihnen an dieser Stelle noch einmal für die vielfältigen Hoffnungsbotschaften danken, die Sie uns übermittelt haben.

Wir haben diese auf unserer Homepage www.corvinushaus.de veröffentlicht, an Stellwänden in der Kirche ausgehängt und eine große Auswahl davon auch in einem kleinen Hoffnungsbüchlein zusammengestellt.

Am 2.6. wird es eine letzte Hoffnungsbotschaft-Zugabe auf unserer Homepage zu lesen geben, denn die Aktion endet an Pfingsten. Auch die Zeichenhandlungen -Turmbeleuchtung abends am Turm der Liebfrauenkirche und das Läuten um 19.30 Uhr enden jetzt , weil wir uns mittlerweile - wenn auch nur auf Abstand - sehen und miteinander Gottesdienste feiern dürfen.

 

Bernd Fröhlich

02.06.2020

 

 

 

 

 

 

„Was euch gesagt wird in das Ohr, das verkündigt auf den Dächern.“

Mt. 10,27

 

 

 

 

„Auch in schwierigen Zeiten schenkt uns Gott so wundervolle Momente.“

 

 

Mit diesen Worten von Corinna Heidrich möchte ich unsere Aktion „Hoffnungsbotschaften“ beenden und mich ganz herzlich bei all denen bedanken, die mitgewirkt haben. Für mich war es stets ein schöner Moment, neben den dienstlichen Mails auch Botschaften von Gemeindegliedern zugesandt zu bekommen.

 

Mein besonderer Dank gilt Hartmut Denecke, der unsere Homepage pflegt und sehr zuverlässig die täglichen Botschaften eingespeist hat.

 

Außerdem möchte ich mich ganz herzlich bei Pfarrer Henrik Heinicke bedanken, der dafür gesorgt hat, dass die Texte und Bilder auf den Stellwänden in unserer Kirche zu bestaunen waren.

 

Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und den liebevollen Umgang mit den wundervollen Momenten.

 

Das heißt nun aber nicht, dass Sie im privaten Bereich auch darauf verzichten müssen. Nein, ganz im Gegenteil, vielleicht möchten Sie ja auch weiterhin Hoffnungsbotschaften verteilen, indem Sie einem Menschen einen Brief schreiben, ein Foto schicken oder mit Ihnen einen Gedanken teilen. Das geht auch weiterhin. Probieren wir es aus und verbreiten Gottes Botschaft unter uns.

 

Bleiben Sie hoffnungsvoll,

Ihre Pfarrerin Kerstin Ortmann

01.06.2020

 

    Frühlingsgedicht

 

Du, kräftestrotzender Mai,

wie stärkst du Sinnen und Glieder!

Des Frühjahrs Wirren: vorbei;

Die Sonne wärmt uns wieder.

 

Am Waldesrand sitz ich und schaue

Auf Grün vor mir – hundertfach,

auf Blumen, weiß, rote und blaue,

die schönsten drüben am Bach.

 

Die Bäume ragen zum Himmel,

und alles steht voll im Saft,

dazwischen ein emsig Gewimmel.

Wo bist du, der all dieses schafft?

 

Die Menschen, die Pflanzen, die Tiere,

sie kommen aus Gottes Hand,

und dankbar wieder ich spüre

das Glück, das im Glauben ich fand.

 

Vom Dorf her hör ich es läuten.

Der Tag ist vorüber fast.

Die Dinge, die heut mich erfreuten,

bedenke ich jetzt bei der Rast.

 

Und was mir zu schaffen machte,

im Winter und gestern noch,

ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte.

O Frühling, wie stark bist du doch!

 

Martin Hochhuth, Pfarrer i.R.

31.05.2020

"Hoffnung sieht das Unsichtbare, fühlt das Unfassbare und erzielt das Unerklärbare."

(Maximilian Maria Kolbe)

 

Ein wolkenverhangener Himmel, dunkel und grau.

Wir warteten auf den Regen, der so dringend benötigt wird und hofften doch gleichzeitig, nicht nass zu werden, da wir doch gerade unterwegs waren. Spazieren gehen, durchatmen, den Hund laufen lassen, die Gedanken fliegen... vieles kann oft schwer sein, sich unüberwindbar anfühlen... wie kann etwas gut werden, was sich so falsch anfühlt... und da war sie, die Spalte zwischen den Wolken, die den Lichtstrahl durchließ und zusammen mit der milden Regenbrise einen Regenbogen malte! 

Dieser blieb - kräftig, farbenfroh, perfekt - ein Statement, eine Antwort auf alle Sorgen!!!

 

Eingesandt von Katharina Franke

30.05.2020

„Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke mein Licht:

Christus, meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht,

auf dich vertrau ich und fürcht mich nicht….“

(EGplus+109)

 

eingesendet von Dekanin Laakmann

29.05.2020

Korbiniansapfel

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Das soll Martin Luther einmal gesagt haben. In Witzenhausen hat man diesen Spruch ernst genommen: Vor einigen Wochen wurde hier ein Apfelbaum gepflanzt – kein gewöhnlicher: Ein Korbiniansapfel. Und das an einem besonderen Ort: Direkt vor dem Krankenhaus, wo früher die Synagoge stand. Sie wurde 1938 von den Nazis niedergebrannt. Ein dunkles Kapitel in der Geschichte unserer Stadt.

Der Korbiniansapfel ist eine spezielle Sorte. Das zeigt bereits seine Abkürzung: KZ-3. Gezüchtet hat sie Korbinian Aigner. Er war Pfarrer und Pomologe – so nennt man Menschen, die sich mit Obstanbau beschäftigen. Korbinian Aigner hatte einen grünen Daumen – und einen wachsamen Verstand: Er kämpfte damals gegen die Nazi-Herrschaft. Als Lehrer hat er sich deutlich gegen Hitler ausgesprochen. Das wurde ihm zum Verhängnis.

Die Nazis haben Korbinian Aigner inhaftiert und in mehrere Konzentrationslager verschleppt. In Dachau und Sachsenhausen wurde er zur Arbeit gezwungen. Man hat ihn in der Landwirtschaft eingesetzt. In den Konzentrationslagern züchtete der Pfarrer aus Bayern also neue Apfelsorten – vier an der Zahl. Er nannte sie: KZ-1, KZ-2, KZ-3, und KZ-4. Die dritte Sorte, KZ-3, hat diese grauenhafte Zeit überlebt – ebenso wir ihr Züchter.

Die Geschichte von Korbinian Aigner höre ich zum ersten Mal auf der DOCUMENTA13 in Kassel. Sein Schicksal rührt mich an. Und ermahnt mich: Nie wieder! Nie wieder darf sich so etwas Unfassbares wiederholen. Wir müssen zusammenstehen. Und uns immer daran erinnern: Jeder Mensch hat eine Würde, die niemand in den Schmutz ziehen kann. Immerhin bin ich davon überzeugt: Jeder Mensch ist von Gott geschaffen.

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. An diesen Spruch werde ich erinnert, wenn ich nun durch die Steinstraße fahre. Dort sehe ich den Korbiniansapfel. Ich sehe, wie er blüht. Das macht mir auch Mut. Denn wer ein Apfelbäumchen pflanzt, der glaubt an die Zukunft. Der hofft, dass er eines Tages die Früchte seiner Arbeit ernten kann. Der vertraut sich Gott an: Gott, der es wachsen lässt – auch dort, wo wir es gar nicht für möglich halten.

 

Pfarrer Henrik Heinicke

28.05.2020

Ein Segenswunsch – irgendwo gefunden:

 

Gott weite unser Herz und mache uns den Kopf frei.

Gott fülle uns die Hände und schenke uns Boden unter den Füßen.

Gott segne uns und bewahre uns diese eine Welt.

 

Eingereicht von Dekanin Laakmann

27.05.2020

Die Kinder der Wichtelgruppe des Ökumenischen Kinderhauses haben kleine Holzscheiben bemalt und an das Kreuz vor unserer Liebfrauenkirche gehängt.

Eine wunderbare Aktion!!!

26.05.2020

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