Hoffnungsbotschaften

in dieser schwierigen Zeit.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

zur Zeit häufen sich schlimme Nachrichten.

Diese zu verkraften und überhaupt erst einmal zu verstehen ist die Herausforderung dieser Wochen.

Wir haben uns aus diesem Grunde überlegt, Hoffnungszeichen zu setzen bzw. Hoffnungsbotschaften zu senden – mittels unserer Homepage: www.corvinushaus.de

 

Damit diese Seite bunt und eindrücklich wird, wende ich mich nun an Sie. Ich denke, wir alle können gute Worte gebrauchen, aber auch weitergeben, egal ob Kind, Jugendlicher, mittelalter oder alter Mensch, egal ob akademisch gebildet oder handwerklich ausgebildet.

Jede und Jeder kann einen Beitrag leisten, selbst dann, wenn er/ sie sich in Quarantäne befindet. Die Beiträge müssen nicht lang sein:

 

· ein Gedicht,

· ein Gedanke,

· ein Bild mit oder ohne Untertitel,

· eine Schilderung,

· eine Idee,

· ein Lichtblick

 

Ich sammele Ihre Beiträge (kerstin.ortmann@ekkw.de) und lasse sie Herrn Denecke zukommen, der sie dann einstellen wird: jeden Tag einen, wie bei einem Adventskalender.

 

Ich bin sehr gespannt auf Ihre/ Eure Beiträge und damit verbunden tägliche Lichtblicke.

 

Ganz herzliche Grüße von Pfarrer Brack, Dekanin Laakmann und Kerstin Ortmann

Friede sei mit Euch!

 

Einen ruhigen, hoffentlich auch schönen und gesegneten Sonntag wünsche ich Ihnen allen und grüße sie ganz herzlich aus Oberrosphe bei Marburg. Hier hat meine Frau mich zur Isolierung hingeschickt, damit ich mich nicht anstecke. Mein Sohn Martin kauft für mich ein. Ich hatte schon dreimal Lungenentzündung und gebe zu, dass ich Muffensausen habe vor diesem Virus.

Wie geht es Ihnen - besonders den Älteren, die auch schon vorgeschädigt sind? Haben Sie Hilfe, macht Ihnen die erzwungene Distanz sehr zu schaffen? 

Bei vielen spielt Familie jetzt wieder eine größere Rolle, die organisierte Hilfe könnte bald wegfallen, weil die sich selber schützen müssen. Familie schien ein Auslaufmodell zu sein, aber ist sie vielleicht doch nicht.

 

Jetzt ist Passionszeit, Entbehrung und Leiden gehörten schon immer zum Leben dazu, auch wenn wir hier im reichen Westen meinten, für uns wäre das nicht mehr so. In der Kirche haben wir versucht, die Erinnerungen daran wach zu halten, denn sie enthalten viel Wissen zur Bewältigung von Krisen, z.B. um zwischen wichtig und unwichtig unterscheiden zu können. 

Das merken wir jetzt auch gerade: worüber haben wir uns vor zwei Wochen noch die Köpfe zerbrochen, ob Fußball weitergeht oder nicht, das war doch alles Pillepalle. 

 

Am Sonntag Judika („schaffe mir Recht, Gott“) wird erinnert an die Leiden Jesu, heute mit einem kurzen Text aus dem Hebräerbrief,  Kap. 13, Vers 12-14:

So starb auch Jesus außerhalb der Stadt, um durch sein Blut die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Lasst uns zu ihm hinausgehen und die Verachtung mittragen, die ihn getroffen hat. Denn auf dieser Erde gibt es keine Stadt, in der wir für immer zu Hause sein können. Sehnsüchtig warten wir auf die Stadt, die dereinst kommen wird.

 

Jesus wurde aus Jerusalem herausgeführt, nicht weil er ansteckend war, eher weil man sein Leid und seine Qualen den Menschen nicht zeigen wollte. Der Hinrichtungsort war vor den Toren der Stadt, wer hierher gebracht wurde, gehörte nicht mehr zur Gemeinschaft dazu; es war sichtbare Ausgrenzung. 

Der Hebräerbrief spricht die kleine Minderheit der Christen im römischen Reich an, die ihre Außenseiterposition akzeptiert hat und sich ihren Herrn zum Vorbild nimmt, der draußen vor den Toren gelitten hat und gestorben ist. So sollen auch sie hinausgehen, sich nicht einrichten in der großen Mehrheit ihrer Umgebung, sondern die ganz andere, neue Stadt Gottes suchen. 

Die ist jetzt noch nicht da, sondern wird erst noch kommen, mit seiner Hilfe. Jetzt sind sie ein kleines Grüppchen, werden drangsaliert und müssen leiden wie ihr Meister. Um sie herum werden so viele andere Götter angebetet, ist noch so viel Unrecht und  Gottlosigkeit, da können Christen sich nicht einrichten und mitmachen.

Diesen Zustand sieht der Hebräerbrief, als sie eine kleine, aber sehr aktive Minderheit waren, die sich aufmachte, die Welt zu verändern – im Sinne Jesu. So wie er waren sie bereit, für andere einzutreten, die niedrigsten Tätigkeiten zu übernehmen, zu dienen und auf eigene Rechte zu verzichten – und wenn es sein musste, auch zu leiden.

Ja, manchmal haben sie es bewusst darauf ankommen lassen, waren dann noch mehr Außenseiter, aber gleichzeitig auch näher bei ihrem Herrn, der eben auch gelitten hatte an der harten Welt um ihn herum. Und das hat ihnen auf merkwürdige Weise gar nicht geschadet, sondern sogar Kraft gegeben, um Ohnmacht und Leid auszuhalten und schließlich zu überwinden. 

Die Evangelisten und Paulus hatten das schon angekündigt; ihm war gesagt worden: lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

 

Wir kennen die Geschichte: Jesus war wirklich in den Schwachen mächtig. Von ganz unten her, aus den Gefängnissen und Katakomben haben sie langsam das römische Reich unterwandert. Das war schon sehr dekadent geworden, sie haben ihm, später Europa und der westlichen Welt wieder neue Kraft eingehaucht.  

 

Von der profitieren wir heute noch, z.B. in der Art, wie wir mit Alten und Schwachen umgehen. Um derentwillen wird gerade das ganze Leben bei uns angehalten. Die allermeisten Jungen würde das Virus gar nicht so hart treffen. Also, warum nicht einfach das Leben weiterlaufen lassen? Diese Frage ist ja diskutiert worden, in England noch ein bisschen länger als bei uns. Aber dann hat man gesehen, es würde so viele von unseren Eltern und Großeltern treffen. Um ihretwillen müssen wir alles anhalten. 

Und all die Ärzte, medizin. Fachpersonal, Kranken- und Altenpfleger gehen jetzt zu ihren Patienten und alten Leuten in dem vollen Bewusstsein: ich gefährde mich nun auch selber. Es ist wie bei den ersten Christen: sie versuchen möglichst wenig an sich selber zu denken, sondern nur ihren Auftrag zu erfüllen - und werden dabei Opfer bringen, die sie jetzt noch nicht überblicken. 

Das ist echter Heldenmut. Macron hat es ja auch schon mit dem Krieg verglichen. Den haben wir, Gott sei Dank, nicht. Aber der Mut, der gefordert wird, ist der gleiche.

Deswegen wird schon jetzt von unseren Politikern so viel gedankt, auch anderen Berufsgruppen, die sonst nicht so im Mittelpunkt stehen: Verkäuferinnen, Paketboten, Bäckern, allen, die den Laden jetzt am Laufen halten. 

Man sieht, die Krise hat auch ihr Gutes: Menschen und ihre Arbeit erfahren Beachtung; die Gesellschaft, in der man vorher nur noch mit sich selber beschäftigt war, rückt wieder zusammen.

Es wird sehr deutlich, was wichtig ist und was nicht. Und das alles um der Schwachen willen. So wie es Jesus dem Paulus und seinen Jüngern gesagt hatte. 

Unsere Gesellschaft ist doch noch christlicher, als sie es vielleicht selber dachte. Das ist schon jetzt - noch mitten in der Krise - eine sehr tröstliche Erkenntnis.

Und die wird uns auch hinterher Kraft geben, dass wir wieder mehr aufeinander achten und auf das, was dem Zusammenleben dient.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

bleiben Sie gesund und bei allem, was geschehen mag, von Gott behütet

Ihr

G. Hahn

29.03.2020

 

Hallo miteinander,

 

das sind die "Sterne der Hoffnung " der Patchworkgilde Deutschland.


Hier der Direktlink.

 

Viel Freude beim Nach-Nähen.

 

Gefunden und gesendet von Katharina Kraft

28.03.2020

Es könnte sein

 

Es könnte sein,
dass sich Menschen in ihren Häusern und Wohnungen eingesperrt fühlen, …

Es kann aber auch sein,
dass sie endlich wieder miteinander singen,
sich gegenseitig helfen und seit langem wieder ein Gemeinschaftsgefühl erleben.

Es könnte sein,
dass die Einschränkung des Flugverkehrs
für viele eine Freiheitsberaubung bedeutet und berufliche Einschränkungen mit sich bringt, …

Es kann aber auch sein,
dass die Erde aufatmet, der Himmel an Farbenkraft gewinnt
und Kinder in China zum ersten Mal in ihrem Leben den blauen Himmel erblicken.

Es könnte sein,
dass die Schließung von Kindergärten und Schulen
für viele Eltern eine immense Herausforderung bedeutet, …

Es kann aber auch sein,
dass viele Kinder endlich selbst kreativ werden, selbstbestimmt handeln, langsamer machen,
und auch Eltern ihre Kinder auf einer neuen Ebene kennenlernen dürfen.

Es könnte sein,
dass unsere Wirtschaft einen ungeheuren Schaden erleidet, …

Es kann aber auch sein,
dass wir endlich erkennen, was wirklich wichtig ist in unserem Leben
und dass ständiges Wachstum eine absurde Idee der Konsumgesellschaft ist.
Es wurde Zeit zu spüren, wie wenig wir tatsächlich brauchen.

Es könnte sein,
dass dich das auf irgendeine Art und Weise überfordert, …

Es kann aber auch sein,
dass du spürst, in dieser Krise liegt die Chance für einen längst überfälligen Wandel,
– der die Erde aufatmen lässt,
– die Kinder mit vergessenen Werten in Kontakt bringt,
– unsere Gesellschaft entschleunigt,
– die Geburtsstunde für eine neues Miteinander sein kann,
– der Müllberge zumindest für die nächsten Wochen reduziert,
– und uns zeigt, wie schnell die Erde ihre Regeneration einläutet,
wenn wir auf sie Rücksicht nehmen und sie wieder atmen lassen.

Wir werden wachgerüttelt, weil wir nicht bereit waren, es selbst zu tun.
Denn es geht um unsere Zukunft. Es geht um die Zukunft unserer Kinder!!!

 

Leo Petersmann   

                                                                       27.03.2020

 

 

 

 

 

 

EG 209 Ich möcht’, dass einer mit mir geht

 

 

 

 

 

 

1. Ich möcht’, dass einer mit mir geht,

der’s Leben kennt, der mich versteht,

der mich zu allen Zeiten kann geleiten.

Ich möcht’, dass einer mit mir geht.

 

2. Ich wart’, dass einer mit mir geht,

der auch im Schweren zu mir steht,

der in den dunklen Stunden mir verbunden.

Ich wart’, dass einer mit mir geht.

 

3. Es heißt, dass einer mit mir geht,

der’s Leben kennt, der mich versteht,

der mich zu allen Zeiten kann geleiten.

Es heißt, dass einer mit mir geht.

 

4. Sie nennen ihn den Herren Christ,

der durch den Tod gegangen ist;

er will durch Leid und Freuden mich geleiten.

Ich möcht’, dass er auch mit mir geht.

 

Text und Melodie: Hanns Köbler 1964

 

Jesus Christus spricht zu seinen Jüngern:

„Siehe,  ich bin bei euch alle Tage.“

Mt. 28,20b

 

E. Taggeselle                                                                                        26.03.2020

Gebete in Zeiten von Corona

 

Gott, stärke unseren Glauben  und hilf unserem Unglauben,

dass wir in unsicheren Zeiten mutig auf Dich vertrauen.

 

Gott, stärke unsere Liebe und öffne uns neu die Augen,

dass wir Menschen, die uns brauchen, nicht aus dem Blick verlieren

in der Nähe und in der Ferne.

 

Gott, stärke unsere Hoffnung und unsere fröhliche Zuversicht,

dass wir trotz Sorgen und Angst nicht aufgeben,

sondern aufstehen: immer wieder neu – einmal jedoch für immer.

 

(Ulrike Laakmann)

25.03.2020

Eva Riks: meine Hoffnungsbotschaft:

 

Ich muss in diesen Tagen immer an die Maus Frederick denken. Meine Kinder haben das vor 35 Jahren geschickt bekommen und manchmal denke ich, ich habe davon am meisten gelernt. Viele “mittelalte” Gemeindeglieder werden sich erinnern, das Buch hat jetzt 50-jähriges Jubiläum.

https://www.kinderbuchlesen.de/frederick/

Machen wir es wie Frederick, geben wir alles Schöne weiter, was wir in guten Tagen empfangen, geerntet und gesammelt haben!

 

Eine kleine Maus feiert Geburtstag: Seit über 50 Jahren sammelt Frederick die Sonnenstrahlen und Farben ein, um die grauen Tage farbenfroh zu zeichnen. 1967 erschien das Bilderbuch über die kleine Maus Frederick von dem italienischen Autor, Maler und Grafiker Leo Lionni und zeigt seither wie wichtig Hoffnung und Träume für Klein und Groß sind…

 

Die Geschichte von Frederick der Maus

Feldmaus Frederick lebt mit seiner Familie in einer alten Steinmauer. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und der Herbst zieht über das Land. Für die Feldmäuse heißt es nun Tag und Nacht arbeiten. Es müssen Vorräte für den Winter gesammelt werden. Stück für Stück wandern Körner, Nüsse, Mais und Stroh im Mäusebau. Jeder ist fleißig bei der Sache. Nur Frederick nicht. Er sitzt auf einem Stein und scheint nichts zu tun.

Als die Mäuse fragen, warum er nicht hilft, so antwortet Frederick, dass er doch auch sammelt. Er fängt die Sonnenstrahlen ein, die Farben und die Wörter. Diese Vorräte sind ebenso wichtig, denn der Winter ist lang, kalt und grau. Und dann ist er da, der Winter. Mit der Zeit schwinden alle Vorräte und der Frühling ist nicht in Sicht. Alle kleinen Mäuse frieren. Da holt Frederick seine Sammlung hervor: Seine Worte werden zu einem hoffnungsvollen Gedicht, die Erinnerungen an die Sonnenstrahlen wärmen das Herz und die bunten Farben schmücken alles festlich aus…

 

24.03.2020

Bilder aus der Tiefe...

 

auch dort hat Gott Wunderschönes vollbracht.

Immer wenn ich traurig oder niedergeschlagen bin, denke ich an mein schönstes Tauchrevier.

Es gibt mir Kraft und Zuversicht.

Danach fühle ich mich immer etwas besser.

 

Vielen Dank lieber Gott,

dass ich das erleben und genießen darf.

 

Bilder & Text

Manfred Claussen

(Ägypten, Rotes Meer)

23.03.2020

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