Hoffnungsbotschaften

in dieser schwierigen Zeit.

 

Liebe Gemeindemitglieder,

 

zur Zeit häufen sich schlimme Nachrichten.

Diese zu verkraften und überhaupt erst einmal zu verstehen ist die Herausforderung dieser Wochen.

Wir haben uns aus diesem Grunde überlegt, Hoffnungszeichen zu setzen bzw. Hoffnungsbotschaften zu senden – mittels unserer Homepage: www.corvinushaus.de

 

Damit diese Seite bunt und eindrücklich wird, wende ich mich nun an Sie. Ich denke, wir alle können gute Worte gebrauchen, aber auch weitergeben, egal ob Kind, Jugendlicher, mittelalter oder alter Mensch, egal ob akademisch gebildet oder handwerklich ausgebildet.

Jede und Jeder kann einen Beitrag leisten, selbst dann, wenn er/ sie sich in Quarantäne befindet. Die Beiträge müssen nicht lang sein:

 

· ein Gedicht,

· ein Gedanke,

· ein Bild mit oder ohne Untertitel,

· eine Schilderung,

· eine Idee,

· ein Lichtblick

 

Ich sammele Ihre Beiträge (kerstin.ortmann@ekkw.de) und lasse sie Herrn Denecke zukommen, der sie dann einstellen wird: jeden Tag einen, wie bei einem Adventskalender.

 

Ich bin sehr gespannt auf Ihre/ Eure Beiträge und damit verbunden tägliche Lichtblicke.

 

Ganz herzliche Grüße von Pfarrer Brack, Dekanin Laakmann und Kerstin Ortmann

 

Schlägt dir die Hoffnung fehl,
nie fehl dir das Hoffen!
Ein Tor ist zugetan,
doch tausend sind noch offen.


                                     (Friedrich Rückert)

 

Eingesendet von Bärbel Kroll

25.05.2020

Theologischer Impuls am Sonntag Exaudi

 

Predigttext: Jer 31,31-34:

Die Verheißung eines neuen Bundes

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen,

nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR;

sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.

Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.“

 

Auslegung:

Wenn morgens die Kinder und der Ehemann aus dem Haus sind, fängt für mich die hochkonzentrierte Arbeitsphase an. In dieser Zeit versuche ich, so viel wie möglich zu schaffen: Briefe zu verfassen, Termine zu vereinbaren und Telefonate zu führen. Arbeiten im Akkord – schließlich ist es mit der Ruhe um 12.00 Uhr vorbei. Zack, zack, zack und dies noch und das noch. Schnell ein Blick auf die Uhr, ach, komm‘ das schaffe ich auch noch. Mein Schädel brummt. Kopfschmerzen machen sich breit.

 

Ich beschließe, heute mal wieder zum Kindergarten zu laufen. Die Arbeit muss jetzt mal ruhen. Vielleicht hilft ja ein Spaziergang. Ich schnappe mir den Hund und mache mich auf den Weg.

 

Immer noch ganz im rasanten Tempo. Ich bin schneller als mein Windhund, der nun streikt, schließlich muss ja noch ein bisschen Zeit zum Schnüffeln bleiben. Was soll der Stress? Das Mittagsläuten ist doch noch gar nicht zu hören. Unser Tempo wird langsamer. Viele Menschen sind heute unterwegs. Wir kommen pünktlich am Kindergarten an und ich werde sogleich mit den neuesten Ereignissen des Vormittags überhäuft. Dann ein Moment Stille.

 

„Kann ein Mensch eigentlich alles wissen?“ fragt mich mein Sohn.

 

„Nein, dafür genügt ein Menschenleben nicht“ lautete meine Antwort. Wenn ich jetzt gedacht hätte, die Frage sei genügend erörtert worden, so merkte ich gleich, dass ich mich geirrt hatte.

 

„Aber wenn ein Kind ganz schlaue Eltern hat und diese ihr Kind mit ihrem Wissen versorgen, dann kann dieses Kind alles wissen. Mein Einwand, er selbst vergäße ja sogar, was er am Vortag gegessen habe und der damit angedeutete Hinweis auf die mangelnde Speicherkapazität des menschlichen Gehirns zählen nicht. Auch nicht, dass die Eltern ja im Grunde nicht jeweils 50 % des Wissens mitbrächten.

 

„Warum soll ein Mensch denn eigentlich alles Wissen dieser Welt erwerben?“

„Um Gott zu kennen und zu verstehen, er ist doch auch allwissend.“

 

Soweit die Unterhaltung mit meinem Sohn, der auf dem Heimweg noch einige Überlegungen zum Wissenserwerb anstellte.

 

Ja, wir Menschen haben einen hohen Wissensdrang: wollen Zusammenhänge begreifen, wollen herausfinden, wie was funktioniert und manche unter uns lassen erst locker, wenn sie wirklich eine Lösung für ihr Problem gefunden haben. Durch diese Eigenschaft haben wir unheimliche Fortschritte gemacht. Genau auch „unheimliche“, die gefährliche Folgen für Mensch und Natur hatten und haben. Alles hat zwei Seiten – eben auch der Forschungs- und Verstehensdrang von uns Menschen.

 

Der Bibeltext für den heutigen Sonntag möchte uns in diesem Zusammenhang auf gleich zwei Gedanken aufmerksam machen:

Zum einen darauf, dass Gott es ist, der uns aus unseren Zwängen, aus dem, was uns gefangen nimmt, was uns fesselt, befreien kann: seien es Aufgaben, Sorgen, Nöte, Ängste.

 

Wie damals die Israeliten so will er uns auch heute noch da herausführen, aus dem, was uns quält, was uns bedrückt, was uns schwer auf dem Herzen liegt oder was uns Kopfschmerz bereitet.

Zum anderen ist es die Betonung der Verbundenheit: „Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß.“

 

Tief im Innersten zu spüren, dass wir zu Gott gehören bringt uns Gott wesentlich näher als jegliches Wissen. Ich muss nicht alles wissen, aber fühlen, wo ich hingehöre.

 

Ich kann nicht alles wissen, aber ich darf Menschen um ihren Rat fragen und ihnen begegnen.

 

Ich darf nicht alles wissen, dann würde mir ja die Faszination des Entdeckens, Erforschens und Begegnens geraubt.

 

Ich weiß, dass ich nicht alles wissen kann, aber unendlich viele Möglichkeiten habe, mich gegenüber dem Unbekannten, Unerforschten, Unsagbaren zu öffnen,

 

Gott, meinem Partner fürs Leben.

 

Er schenkt mir ein versöhntes Herz, ein offenes Herz und ein großes Herz für mich, meine Mitmenschen und meine Umwelt.

 

Befreit kann ich am heutigen Sonntag zu ihm rufen: „Herr, höre meine Stimme, wenn ich rufe.“

Ps. 27,7

 

2. Es kommt die Zeit, in der die Völker sich versöhnen,

wenn alle befreit sind und zusammen stehn im einen Haus der Welt.

Dann gehen Gott und die Menschen Hand in Hand,

dann gehen Gott und die Menschen Hand in Hand.

 

3. Es kommt die Zeit, da wird der Erdkreis neu ergrünen

mit Wasser, Luft, Feuer, wenn der Menschen Geist des Schöpfers Plan bewahrt.

Dann gehen Gott und die Menschen Hand in Hand,

dann gehen Gott und die Menschen Hand in Hand.

 

 

 

SEGEN

Herr, segne meine Hände,

dass sie behutsam seien,

dass sie halten können, ohne zu Fesseln zu werden,

dass sie geben können ohne Berechnung,

dass ihnen innewohnt die Kraft, zu trösten und zu segnen.

 

Herr, segne meine Augen,

dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,

dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,

dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,

dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

 

Herr, segne meine Ohren,

dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen.

dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz,

dass sie das Unbequeme nicht überhören.

 

Herr, segne meinen Mund,

dass er dich bezeuge,

dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,

dass er heilende Worte spreche,

dass er Anvertrautes bewahre.

 

Herr, segne mein Herz,

dass er Wohnstatt sei deinem Geist,

dass es Wärme schenken und bergen kann,

dass es reich sei an Verzeihung,

dass es Leid und Freude teilen kann.

 

St. Martin, 4. Jahrhundert

 

Pfarrerin Kerstin Ortmann

24.05.2020

(Ökumenisches Glaubensbekenntnis von Seoul 1990)

 

 

„Ich glaube an Gott, der die Liebe ist

Und der die Erde allen Menschen geschenkt hat.

Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,

an die Stärke der Waffen, an die Macht der Unterdrückung.

Ich glaube an Jesus Christus,

der gekommen ist, uns zu heilen,

und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.

Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidlich sind,

dass Friede unerreichbar ist.

Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen,

die berufen ist, im Dienst aller Menschen zu stehen.

Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss,

dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.

Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,

die auf Gerechtigkeit und Liebe gegründet ist,

und dass alle Männer und Frauen

gleichberechtigte Menschen sind.

Ich glaube an Gottes Verheißung,

Gerechtigkeit und Frieden für die ganze Menschheit zu errichten.

Ich glaube an Gottes Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde,

wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.

Ich glaube an die Schönheit des Einfachen,

an die Liebe mit offenen Händen,

an den Frieden auf Erden.“

 

Eingesendet von Dekanin Laakmann

23.05.2020

Banksy

 

Es gibt wieder einen neuen Banksy. „Game Changer“, heißt das Bild. Der Street-Art-Künstler hat es in einem Krankenhaus gemalt. In Southampton (Südengland) kann man es bewundern. Das Graffiti zeigt einen Jungen in Latzhose. Der Junge spielt mit drei Figuren. Die üblichen Verdächtigen, zumindest drei von ihnen: Batman, ein Ninja. Und die dritte Figur? Die finde ich ungewöhnlich. Kein Ritter, kein Pirat, kein Astronaut. Banksy hat eine Krankenschwester gemalt. Mit Mund-Nasen-Schutz versteht sich.

Das sind also die Heldinnen und Helden unserer Zeit: Menschen, die anderen helfen. Die in der Corona-Krise alles am Laufen halten. Die uns beistehen, wenn wir krank und schwach sind. Bei ihnen bedankt sich der Künstler. Stellvertretend für alle. Pflegerinnen und Pfleger leisten großartige Arbeit. Hin und wieder stoßen an ihre Grenzen. Dass wir sehen, was sie leisten. Dass wir ihre Arbeit wertschätzen und sie unterstützen. Das haben sie verdient. Nicht jeder kann gleich ein Kunstwerk schaffen, so wie Banksy – ein einfaches „Danke“ reicht sicherlich auch!

In meinem Alltag sehe ich viele Heldinnen und Helden. Keine Batmans und Ninjas. Menschen, wie dich und mich. Sie halten zusammen und vernetzen sich. Da ist eine Nachbarin, die für andere einkauft. Da ist ein Freund, der mich anruft, wenn es mir schlecht geht. Da ist eine Kollegin, die sagt: „Das mache ich, kein Problem“. Die letzten Wochen haben mir gezeigt: Viele setzen sich für andere ein. Viele machen sich für andere stark. Viele knüpfen miteinander „Sorgenetze“. Das finde ich stark. Was wir allein nicht schaffen, dass schaffen wir zusammen. So lautet die Devise – übrigens nicht nur in Corona-Zeiten. Also: Legen wir die neuen Heldinnen und Helden bitte nicht wieder bei Seite, wenn die Krise überstanden ist.

Auch Jesus spricht über Heldinnen und Helden des Alltags. Er fordert uns auf: Setzt euch für andere ein! Kümmert euch um eure Nachbarinnen und Nachbarn! Geht nicht an der Not eurer Mitmenschen vorüber! Denn: „Was ihr für einen meiner Brüder oder eine meiner Schwestern getan habt – und wenn sie noch so unbedeutend sind – das habt ihr für mich getan“, sagt Jesus (Matthäus 25,40). Darauf kommt es also an: Gott lieben. Und unseren Mitmenschen helfen. Die Ärmel hochkrempeln. Wenn wir uns daranhalten, können wir wahre Heldinnen und Helden sein.

 

Pfarrer Henrik Heinicke

22.05.2020

Cristi Himmelfahrt 2020

Erster Gottesdienst nach 8 Wochen Corona-Pause

 

Liebe Gemeinde!

Da stehen sie, die Jünger Jesu, und erfahren leibhaftig, was das heißt: Distanz halten müssen – gezwungenermaßen.

Jesus war nahe, noch einmal ganz nahe gekommen nach der Auferstehung. Und jetzt – ist er weg. So fern, wie man sich das nur vorstellen kann: im Himmel.

 

Himmelfahrt – Das ist der Moment des Hinterherschauens und sicher auch des Hinterhertrauerns. Der Moment, in dem die Einsicht greift: Es ist vorbei … und es war doch so schön!

Wer kommt denn da auf die verrückte Idee, so einen Moment der Verlassenheit, der kollektiven Einsamkeit zum Festtag zu machen?

 

„Bleibt beieinander“, sagt Jesus seinen Jüngern zum Abschied. „Lauft nicht davon und auseinander, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, Ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden …“.

Es wird sich lohnen, dass Ihr bleibt!

Was helfen all die schönen Worte, wenn man zurückbleiben muss, Abstand halten muss, sich alleingelassen fühlt?

„Es wird schon wieder; es wird besser und mehr als das, was Ihr in Euren besten Zeiten erlebt habt.“

Ist das wirklich ein Trost?

Oder können die, die sich einsam und verlassen vorkommen, die nun nach der Kreuzigung schon wieder erleben müssen, wie es sich anfühlt, wenn ihr Jesus ihnen genommen wird, - oder können die solche Worte nur als Vertröstung hören?

 

Wer kommt auf die verrückte Idee, aus dieser schlimmen Erfahrung ein Fest zu machen?

Weihnachten und Ostern: ja da kommt Gott zu uns und löst Freude aus. Das kann man feiern.

Aber: Gott geht fort. Er verordnet Distanz. Er verschwindet im Himmel und lässt uns zurück? Wo soll da die Freude herkommen? Was gäbe es da zu feiern?

 

Der wehmütige Blick zurück auf die Tage, die unbeschwert waren, auf die vielen kleinen Freuden und die vielen kleinen Sorgen. Wie oft habe ich mich selbst in den letzten Wochen bei diesem wehmütigen Blick ertappt: an Ostern, an dem Sonntag, an dem wir eigentlich Konfirmation gefeiert hätten, aber auch immer wieder zwischendurch.

 

Und die Ahnung: es gibt kein einfaches zurück. Die Zeit, die vor uns liegt, wird anders sein. Wird uns vor neue Herausforderungen stellen. Die schmerzhafte Erfahrung, die uns das Leben auf Distanz beschert hat, hat uns verändert und wird uns verändern, persönlich und als Gemeinde.

 

Hoffnungsbotschaften haben wir zusammengetragen, um uns Mut zu machen. Das waren die Predigten, die wir uns gegenseitig gehalten haben in der Zeit, als die gewohnten Predigten ausfallen mussten. Davon haben wir uns in der Notzeit geistlich ernährt. Und von vielen kleinen Zeichen, die deutlich gemacht haben: wir haben nicht vergessen, dass wir zusammengehören, auch wenn wir uns nicht körperlich berühren können.

 

Wie Himmelfahrt, ein bisschen: Die Jünger sind plötzlich auf sich gestellt. Und sie loten vorsichtig den Horizont aus, unter dem ihre Zukunft steht: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf Euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein.“ Und sie beginnen, diese Kraft auch tatsächlich zu spüren.

 

Es wird nicht lange dauern. Dann haben sie ihre neue Rolle gefunden. Und dann wachsen sie in die Aufgaben hinein, vor die sie sich gestellt sehen: Zeugen Jesu sein in dieser Welt. Unter schwierigen Bedingungen – sicher. Aber mit großem Gottvertrauen, gemeinsam.

Und mit wachsendem Selbstbewusstsein, dass sie den Menschen in ihrer Umgebung eine wichtige Botschaft schulden.

 

Der Moment Abschieds vom Vertrauten hat ganz bald eine ungeheure Wirkung entfaltet. Aus Mitläufern sind Missionare geworden. Aus Verleugnern Bekenner. Aus Menschen, die getrauert haben, die nur gesehen haben: „was haben wir verloren?“ Menschen, die sich miteinander fragen: was brauchen wir, damit die Frohe Botschaft ihren Weg in dieser Welt finden kann?

 

Das werden wir auch erleben. Davon bin ich fest überzeugt. Dass diese Krise, dieser aufgenötigte Abschied vom Vertrauten, uns auf neue Wege führt. Neue Fragen stellt. Neue Kräfte weckt. Bei jedem von uns ganz persönlich. Und auch in unserer Gemeinde. Und uns verändert, verwandelt.

 

Deshalb feiern wir Himmelfahrt. Das ist die Verwandlung, die Festfreude auslöst.

 

Der Himmel ist offen. Die Zukunft ist offen. Und davor brauchen wir keine Angst haben. Im Gegenteil:

 Jesus verspricht: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, …, und werdet meine Zeugen sein.“

 

Amen.

 

Pfarrer Frieder Brack

21.05.2020

Urzeitkrebse erobern unser Haus

 

Vor 2 Tagen sind unsere kleinen Urzeitkrebse geschlüpft.

Nun verbringen wir gerne einige Momente vor dem Aquarium, um ihr Wachstum zu beobachten.

Momentan sind sie noch winzig klein – am oberen linken Bildrand kann man das Gewimmel erahnen. Sie sind durchsichtig und suchen das Licht.

Es sind unendlich viele und wir sind gespannt, wie sie sich weiterhin entwickeln werden.

Das sind tatsächlich Momente der Stille, der Ruhe, in denen wir zumindest an nichts anderes denken und uns ganz dem Beobachten hingeben.

„Wer die Stille ertragen kann, ist niemals allein“ – stimmt. Es sind ganz besondere Augenblicke, die jede und jeder für sich entdecken kann – bei welcher Gelegenheit auch immer: beim Gärtnern, in der Kirche, beim Basteln, beim Beobachten, beim Sonnenbad….

 

Genießen Sie sie,

Kerstin Ortmann

20.05.2020

„Was können wir einem Menschen

Besseres wünschen als Gottes Segen.

Er schütze dich und alle,

die du liebhast

und für die du dich einsetzt.“

 

(Irischer Segen)

 

Eingesendet von Bärbel Kroll

19.05.2020

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